Szenariotechnik für Unternehmen
Driving Impact: Wertschöpfung in der Welt von morgen

Welche Megatrends prägen unsere Wirtschaft aktuell und in naher Zukunft? Antworten auf diese Frage liefert die Publikation „Driving Impact -- Wertschöpfung in der Welt von morgen" der Supply-Chain-Experten und KPMG Partner Sven Marlinghaus und Christian Rast.

Zum Buch gibt es Videointerviews mit Entscheidern und Vordenkern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Einer von ihnen ist Dr. Bernhard Albert, vom Netzwerk Zukunftsforschung e.V. der über Szenarien und "Gaming als Managementkompetenz" spricht.

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System Alliance präsentiert den Zukunftsreport 2.0

Vor zwei Jahren stellte die System Alliance erstmals die Ergebnisse der „Zukunfts-Werkstatt“ einem breiten Publikum vor. Damals fand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit wichtigen Zukunftsfragen große Resonanz. Darauf aufbauend brachte die Stückgutkooperation den „Zukunftsreport 2.0“ heraus, der auf der diesjährigen „transport logistic“ in München präsentiert wurde. Der Zukunftsreport wurde von den Experten der Zukunftslotsen gemeinsam mit der System Alliance erarbeitet.

„Wir haben die Stakeholder-Perspektive viel stärker in die Studie hereingenommen und uns intensiv damit befasst, wo in den einzelnen Trendbereichen die Möglichkeiten für die System Alliance liegen, die Zukunft aktiv zu gestalten“, betont Dr. Bernhard Albert, Zukunftsforscher von Foresight Solutions und Mit-Autor des Zukunftsreports.

Zu den relevantesten Trends gehört die Zunahme von grenzüberschreitenden Verkehren. „Alle bekannten Studien gehen von einer deutlichen Zunahme des innereuropäischen Verkehrs in den kommenden Jahrzehnten aus“, erklärt Autor Dr. Heiko von der Gracht, Director Institute for Futures Studies and Knowledge Management. Einher geht diese Entwicklung mit der Konsequenz, dass eine steigende Komplexität in der Abwicklung auch die Anforderungen an die Mitarbeiter erhöht. Eine starke Wirkung geht auch von den wachsenden Anforderungen an Supply Chain Designs aus. „So zeichnet sich etwa ab, dass die Logistik durch die zunehmende Relevanz von Ballungsräumen ganz neue Transportkonzepte mit einer noch stärker ausdifferenzierten Modularität entwickeln muss“, berichtet Prof. Dr. Thomas Krupp. Der Dekan für Logistikmanagement an der Europäischen Fachhochschule Brühl fordert: „Hier wird der Austausch zwischen den Akteuren über klassische Kooperationsmodelle hinausgehen müssen.“

Den ersten und den zweiten Zukunftsreport finden Sie online auf den Seiten der System Alliance: zum Zukunftsreport

Die PDF-Version können Sie bei uns anfordern.


 

Verwirklichung von Inklusion

 
Mit Blick auf globale Entwicklungen erscheint die Umsetzung von Inklusion wie ein Kampf gegen Windmühlen. Doch nur durch eine umfassende und gleichberechtigte Beteiligung aller an allen gesellschaftlichen Prozessen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter – lässt sich gesellschaftlicher Zusammenhalt sichern.

In ganz besonderer Weise sind hier Institutionen gefordert, die sich dieser Aufgabe bereits mit besonderen Angeboten für besondere Menschen stellen. Für sie gilt es, die eigene Rolle zu reflektieren, neu zu denken und weiter zu entwickeln. Gleiches gilt für Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, Kultur- und Bildungseinrichtungen und alle Organisationen, die nach Wegen suchen, Ausgrenzung zu vermeiden und gesellschaftliche Teilhabe weiter voran zu treiben.

Inklusion findet nicht nur im Kopf statt, sie muss gelebt werden. Das gelingt, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter, Angehörige und Betroffene, Dienstleister und Ehrenamtliche, Neugierige und Nicht-Betroffene einbezogen werden, denn Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe. Inklusion braucht aktive Beteiligung!

Wir bringen die Verfahren und Erfahrung der Beteiligungsverfahren mit, Sie ihre Fachkompetenzen und das fundierte Wissen über Problemstellungen, Wünsche und Potenziale.

Wir freuen uns darauf, Ihnen ein Angebot machen zu können!
Hier ein Link zu unserer aktuellen Broschüre.


 

Der 3D-Druck revolutioniert die Wertschöpfungsketten

 
Es wird viel spekuliert in Sachen 3D-Druck. Die einen gehen davon aus, dass variable 3D-Drucker bald in jedem Haushalt stehen und dass vom Lebensmittel über Kinderspielzeug bis zum Möbelstück oder Ersatzteil alles gedruckt werden kann. Die anderen erwarten, dass der 3D-Druck eine Nischenanwendung bleibt und dass Waren aus dem 3D-Drucker niemals die Qualitätsstandards von Herstellern und Endkunden erfüllen werden. Schon die heutige Praxis zeigt, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt. Selbst traditionsbewusste Automobilzulieferer und Maschinenbauer setzen in der Fertigung zunehmend auf den 3D-Druck. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Möglichkeiten des 3D-Druckers im privaten Haushalt aufgrund der hohen technischen Komplexität der Druckverfahren beschränkt sind. Zudem würde die Vielfalt an Druckmaterialien, die für die unterschiedlichsten Anwendungsfelder bevorratet werden müssten, das Budget und die räumlichen Möglichkeiten privater Haushalte sprengen. Als wahrscheinlicher werden Insellösungen für unkritische Anwendungen angesehen, wie etwa Nudeldrucker anstelle von Nudelmaschinen oder 3D-Drucker für Heimwerker, Modellbauer und Hobbydesigner, etwa im Bereich individueller Mode- und Wohnaccessoires, da hier vergleichsweise einfach zu verarbeitende gefärbte oder angereicherte Kunststoffe zum Einsatz kommen können.

Für alle größeren und technisch komplexeren Gegenstände, die einen Materialmix und unterschiedliche Druckverfahren erfordern, wird erwartet, dass in den Städten und Regionen Druckservices für private und gewerbliche Kunden entstehen, in denen zeitnah und kundenindividuell produziert wird. Selbst Massenartikel, die aufgrund der Arbeitskosten bisher oft aus Asien oder Osteuropa kommen, könnten mit der Durchsetzung des 3D-Drucks hier ebenso günstig wie dort hergestellt werden. Im Ergebnis würden relevante Teile der Produktion mittel- bis langfristig aus dem nationalen und internationalen Raum nah zum Endkunden und damit zurück in die Regionen und die Städte verlagert. Dafür spricht auch, dass die Produktion mit 3D-Druckern oder Lasern deutlich leiser und sauberer ist, als die klassischen Formen industrieller Fertigung. Eine kundennahe ressourceneffiziente Produktion in den wachsenden Megastädten dieser Welt wird auch aufgrund der langen Transportwege und der zunehmenden Verkehrsbelastungen immer wichtiger und sinnvoller.

Sollte sich der Trend zum 3D-Druck durchsetzen, hat das weitreichende Konsequenzen für die Logistikdienstleister, darunter die folgenden:

  • Der internationale Warenverkehr geht zurück, weil preisgünstig und zeitnah vor Ort produziert werden kann.
  • Die Volumen gehen zurück, weil Güter durch kompakte Druckmaterialen, wie Filament, Harze oder Pulver ersetzt werden.
  • Der Bedarf an Lagerkapazität geht zurück, weil Waren und Ersatzteile erst bei Bestellung hergestellt werden.
  • Auch die Materialien, die verdruckt werden, lassen sich nach Angaben der Industrie zu wesentlichen Teilen ortsnah produzieren.
  • Der Endkunde verständigt sich unter Umgehung der Logistikdienstleister mit dem Druckservice über die Lieferung.
  • Der Handel als Akteur zwischen Hersteller und Kunden verliert entscheidend an Bedeutung.

Aber natürlich ergeben sich daraus auch Chancen, z. B. für den 3D-Druck als Mehrwertdienstleistung für Hersteller und Handel, für den Aufbau von 3D-Druckzentren in den Städten und rund um die Städte, oder für die Lagerung und zeitnahe Bereitstellung der Materialien für den Druck.